Gastbeiträge

Das digitale Wirtschaftswunder

Wie kommt Österreich aus der Krise? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns heute alle: Politiker, Manager, Gründer, jeder Einzelne. Die Antwort darauf heißt Digitalisierung.

Von 28. Mai 2021 No Comments

 

Die österreichische Wirtschaft, alle Unternehmen und Unternehmer sind in den letzten fast eineinhalb Jahren auf eine harte Probe gestellt worden. Auch wenn jetzt weder alte noch neue Normalität herrscht, ist doch eine leichte Entspannung zu spüren, und die Wirtschaft steht in den Startlöchern, um neu durchzustarten. Corona ist nicht nur eine Krise. Sie läutet eine Zeitenwende ein. Jetzt werden die Weichen für den Aufschwung gestellt und das Fundament für künftigen Wachstum geschaffen.

Für die jungen Unternehmen in Österreich, für KMUs bietet die aktuelle Krise unglaubliche Chancen. Es ist der Zeitpunkt, vom Aufholbedarf auf die Überholspur zu kommen. Es werden zum einen die Karten neu gemischt, alt eingesessene Systeme werden hinterfragt. Hier ist viel Platz für Neues. Und zum anderen steht ihnen dank der Digitalisierung die ganze Welt als Markt zur Verfügung.

Eines ist völlig klar: Der Weg aus der Krise heißt digitale Transformation. Daraus wird das digitale Wirtschaftswunder entstehen. Gerade in Österreich kann das besser funktionieren als in anderen Ländern. Die Krise zeigt uns, dass die Größe, also unsere Kleinheit, kein Nachteil sein muss. Den österreichischen Leitbetrieben kommt aktuell eine neue Rolle zu. Sie werden zum Eisbrecher der Digitalisierung für die gesamte heimische Wirtschaft. Sie sind damit Vorbilder für KMUs und junge Unternehmen und schaffen gleichzeitig eine Infrastruktur, die von allen genutzt werden kann. Diese Dynamik treibt im Zusammenspiel mit einer gezielten Investitionspolitik der Regierung die Digitalisierung für Österreich entscheidend voran. Unsere jungen Unternehmen sollten dabei sicher Respekt vor dem Weltmarkt haben, aber sie dürfen sich nicht einschüchtern lassen. Es gibt keinen Grund, vor Riesen wie Amazon und Alibaba zu kapitulieren. Im Gegenteil: Die Plattformwirtschaft kann für kleine, lokale Unternehmen ein essenzieller Baustein für ihren Erfolg sein. Die 20er-Jahre werden das Jahrzehnt der Plattformwirtschaft. Dies gilt es zu nutzen: für die Kleinen wie für die Großen, für die Alten wie für die Jungen.


Michael Zettel hat an der TU Wien und an der Leeds University Wirtschaftsinformatik studiert. Er startete seine Karriere bei Accenture im Jahr 2000 und baute dort den Bereich Health & Public Services auf. 2009 wechselte der Manager zum Austria Wirtschaftsservice (aws) und war danach eineinhalb Jahre als Unternehmer in Los Angeles tätig. 2011 kehrte er zu Accenture zurück und ist seit 2016 Country Managing Director für Österreich.

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