Aufgezeigt!

Entrepreneurial Spirit Makes The Difference!

Wir machen keinen Unterschied zwischen coolen, digitalen Startups und konventionellen Gründungen, zwischen Neugründern und Betriebsnachfolgern: Denn es kommt auf den Gründergeist an. Auf den richtigen Spirit. Auf ein Mindset, das in der Zukunft vor allem eines sieht: neue Chancen.

Von 9. April 2019 April 16th, 2019 No Comments

Von 9. bis 11. April war ich auch heuer wieder beim 4GameChanger-Festival in Wien in der Marxhalle dabei. Erstmals hatte ich die Möglichkeit mit einer 10-Minutes of Innovation-Speech uns Jungunternehmerinnen und Jungunternehmen als Innovatoren und Vorreiter ins Zentrum zu rücken. Es waren drei tolle, inspirierende Tage. Und meine Innovation-Speech möchte ich euch ich vorenthalten. 🙂

Wir von der Jungen Wirtschaft freuen uns – vielleicht im Gegensatz zu anderen Unternehmern – jedes Jahr über 30.000 neue Konkurrentinnen und Konkurrenten. Denn so viele Menschen in Österreich gründen jedes Jahr ein Unternehmen. Im vergangenen Jahr waren es genau 30.288 Neugründerinnen und Neugründer. Das sind durchschnittlich 116 Neugründungen pro Tag. Und diese werden beim Start bestens durch das WKO Gründerservice begleitet.

Willkommen im Club!

Wir von der Jungen Wirtschaft sind die, die sich ganz sicher nicht vor neuen Unternehmen fürchten. Im Gegenteil: Wir würden uns fürchten, wenn es in Österreich weniger Gründungen geben würde. Denn weniger Gründungen heißt weniger Zukunft für uns alle. Wir sagen daher allen, die sich selbständig machen – egal, ob als Ein-Personen Unternehmen, als Mitarbeiterbetrieb, als Nachfolger: Herzlich willkommen im Club!

•Herzlich willkommen im Club derer, die nicht zuschauen, sondern anpacken.
•Herzlich willkommen im Club derer, die persönliche und wirtschaftliche Freiheit über alles schätzen!
•Herzlich willkommen im Club derer, die etwas bewegen und verändern wollen!
•Herzlich willkommen im Club der Game Changer!

Mut und Unternehmergeist

Wir in der Jungen Wirtschaft machen übrigens keinen Unterschied zwischen coolen, digitalen Startups und konventionellen Gründungen, zwischen Neugründern und Betriebsnachfolgern: Denn es kommt auf den Gründergeist an. Auf den richtigen Spirit. Auf ein Mindset, das in der Zukunft vor allem eines sieht: neue Chancen.
Denn es gibt schon genug in unserer Gesellschaft und unserem Land, die sich fürchten. Die alles noch strenger regeln wollen. Die noch mehr Schutzbestimmungen wollen. Die immer als erstes nach dem Staat oder nach Brüssel rufen, weil sie sich nicht selbst vertrauen. Das Ergebnis dieser Haltung kennen wir Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer leider nur allzu gut: Bürokratie, die uns erstickt. Vermeintlich gut gemeinte Schutzregeln, die uns vor allem davor schützen, dass wir unsere Chancen wahrnehmen können.
Ein Beispiel: Wir müssen uns mit der DSGVO herumschlagen während die Konkurrenz in Asien einen klaren Vorteil im Kampf der Vorreiterschaft im Bereich AI hat – nämlich der freie und unkomplizierte Zugang zu Daten.

Ich bin der festen Überzeugung: Wir müssen uns in Österreich von einer Schutzgesellschaft zu einer Chancengesellschaft weiterentwickeln. Gerade in einer Zeit der technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen müssen wir mehr Maß an der Zukunft nehmen. In allen gesellschaftlichen Bereichen.

Beispiel Bildungssystem: Unsere Schülerinnen und Schüler kennen vor allem ein Berufsbild sehr gut – das des beamteten oder vertragsbediensteten Lehrers. Was wir wollen: Die Selbständigkeit muss endlich in allen Schulen am Stundenplan stehen. Wirtschaftsbildung, Finanzbildung, Veränderungsbereitschaft, Kreativität – das muss unser Bildungssystem fördern und fordern. Und dazu natürlich noch digitale Fitness in allen Bereichen. Die Digitalisierung der dualen Ausbildung ist wahrscheinlich das wichtige Bildungsreformprojekt überhaupt.

Beispiel Innovationskultur: Wir wissen heute alle, dass die Innovations-Hotsports der Zukunft in Asien liegen werden. China ist keine Kopiermaschine für westliche Produkte mehr, sondern entwickelt sich zum eigenständigen Innovationsplayer. Und die große Frage ist: Wo stehen wir in Europa, wo stehen wir in Österreich? Wir brauchen mehr Offenheit für neue Wege – in der Wirtschaft wie in der Gesellschaft. Und die gute Nachricht ist: Jede Gründerin, jeder Gründer trägt das Potenzial in sich, unsere Innovationskultur in die richtige Richtung weiterzuentwickeln. Wir müssen dieses Potenzial entfesseln. Durch mehr Freiräume und intelligente Förderung. Das Unternehmertum ist nicht das Problem, das es für manche lange war, es ist die Lösung! Wir fordern daher dringend regulatory sandboxes, damit sich unsere Innovatoren und Gründer entfalten können ohne mit einem Bein im gesetzlichen Graubereich zu stehen. Neue, innovative Geschäftsmodelle brauchen auch mehr Freiräume um sich zu entfalten. Damit verhindern wir auch, dass Gamechanger abwandern und ihre Ideen ausprobieren.

Zukunftsgestaltung statt Reformverweigerung

Beispiel Generationenkultur: Wir haben ein teures Pensionssystem und einen Gesellschaftsvertrag, der ordentlich in Schieflage geraten ist. Die Jungen hackeln und zahlen – und die Älteren sind die Nutznießer: So schaut die Realität aus. Und das ist alles andere als zukunftsfähig. Auch hier müssen wir mehr Maß an der Zukunft nehmen. Dafür machen wir uns als Junge Wirtschaft ebenso stark, denn es geht um unsere Zukunft. Und auch hier fürchten wir uns vor niemandem und schon gar nicht vor den Reformverweigerern.
Digitalisierung Chancen statt Angstthema

Und natürlich auch das Beispiel Digitalisierung: Ihr wisst alle hier, dass die Digitalisierung zum großen Angstthema stilisiert wurde und stilisiert wird. Nach dem Muster: Die Digitalisierung macht uns alle arbeitslos. Die Roboter bestimmen über uns. Ein digitales Schauermärchen jagt das andere. Dabei hat jeder technologische Strukturwandel bisher mehr Gewinner als Verlierer hervorgebracht. Die Digitalisierung ist ein Gewinn, wenn und weil wir sie dazu machen. Zuschauen ist kein Programm – anpacken und gestalten schon. Deshalb haben wir von der Jungen Wirtschaft für heuer z.B. eine Roadshow für Künstliche Intelligenz auf die Beine gestellt. Ich lade Euch alle dazu ein! Denn wir wollen die sein, die die neuen Chancen nutzen. Wir haben spannende Unternehmen und Ideen in Österreich, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen – und das müssen wir nützen und ausbauen.

Ich könnte unsere Themenliste endlos fortsetzen. Und es ist vielleicht auch ganz egal, über welches Thema wir reden. Wichtig ist die richtige Haltung:

•Wir sollten immer die sein, die Chancen sehen und anpacken.

•Wir wollen die sein, die bei jedem neuen Spiel am Zug sind.

•Wir wollen die sein, die etwas weiterbringen. Für uns, für unsere Freunde und Familien, für unser Land, für Europa.

 Das macht den Unterschied. Das macht uns alle zu Gamechangern. Und nur das sichert unsere Zukunft!

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