Aufgezeigt!

Unternehmertum erleichtern

Junge Selbstständige tragen mit ihren Ideen und ihrem Mut dazu bei, dass Innovationen umgesetzt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Darum sollen ihnen Steine aus dem Weg geräumt werden.

2018 wagten 30.285 Neugründerinnen und Neugründer den Schritt in die Selbständigkeit. Sie alle sind zu bewundern, dass sie sich auf das „Abenteuer“ Unternehmertum einlassen und den Mut aufbringen, gewisse Sicherheiten eines Angestellten-Dienstverhältnisses aufzugeben. Gerade weil sie so viel Mut und Risiko eingehen und so viel Initiative und Engagement zeigen, sollten junge Unternehmerinnen und Unternehmer entlastet werden, damit sie schneller Fuß fassen und sich auf das wesentliche konzentrieren zu können: Das Führen ihrer Unternehmen und die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle! 

Es gibt viel zu tun

Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sehen ein Abflachen der Konjunktur voraus. Dadurch werden strukturelle Probleme, die durch das bisherige Wachstum nicht sichtbar waren, möglicherweise schnell an die Oberfläche kommen. Diese Probleme müssen schnellstmöglich angegangen werden. Nur so stellen wir sicher, dass die Unternehmen die Dynamik der letzten Jahre auch noch im Jahr 2020 auf den Boden bringen können. Darum gilt es, Unternehmertum nachhaltig zu erleichtern. Wir sind der Meinung, dass schon wenige konkrete Maßnahmen das Unternehmertum bereits nachhaltig erleichtern.

Passen wir die Gegebenheiten an die Realität an

Teilweise entsprechen Vorgaben und Regulatorien, an die wir uns alle halten müssen, nicht mehr den heutigen Notwendigkeiten. Ein Beispiel: Gerade in der unternehmerischen Anfangsphase oder als EPU nutzen Unternehmer und Unternehmerinnen die Möglichkeit des mobilen Office und die Vorteile des digitalen Fortschritts in der Arbeitswelt.  Selbstständige organisieren häufig alles von zu Hause und starten ihre Geschäftsidee, ähnlich wie Steve Jobs, in den eigenen vier Wänden. Der Arbeitsplatz bzw. das Büro von Ein-Personen-Unternehmen liegt dabei oft im Wohnbereich und ist schwer räumlich trennbar. Steuerlich absetzbar ist aber nur ein räumlich getrennter Arbeitsbereich.

Steuerliche Begünstigung von Büro im Wohnungsverband schafft Fairness

Diese Ungerechtigkeit, die viele unserer Mitglieder betrifft, hat eine unserer Kernforderungen geprägt: Wir fordern, dass Aufwendungen für ein Arbeitszimmer im Wohnungsverband steuerlich abzugsfähig werden. Besonders wichtig ist uns dabei, dass es auch dann möglich sein soll, wenn der Mittelpunkt der Tätigkeit zwar außerhalb eines Arbeitszimmers liegt, aber kein anderer Arbeitsplatz verfügbar ist. Gemeinsam mit Frau in der Wirtschaft haben wir die Initiative Büro im Wohnungsverband steuerlich begünstigen ins Leben gerufen und gemeinsam bereits über 10.000 Unterstützungserklärungen gesammelt. Unterstütze auch du uns und unser Anliegen!

Betriebsübergabe entlasten erhält österreichische Familienbetriebe

Betriebsübergaben sind ein enormer administrativer Aufwand. Hinzu kommen oftmals auch noch finanzielle Belastungen für Sanierungen, Neuanschaffungen sowie behördliche Auflagen.  Wir wollen, dass die Wirtschaftskraft der Unternehmen, bestehende Arbeitsplätze und damit auch die Nahversorgung im Land gesichert bleiben. Um das zu schaffen ist es uns besonders wichtig, dass die Gesamtrechtsnachfolge ermöglicht und eine steuerliche Entlastung zu Beginn der Betriebsübernahme geschaffen wird.  So wird dafür gesorgt, dass Betriebe nach einer Übergabe erfolgreich weitergeführt werden können. Dies ist von zentraler Bedeutung für die Zukunft unseres gesamten Standorts!

Körperschaftssteuer senken – Freiraum für Innovation schaffen

Die Senkung der Körperschaftssteuer würde Unternehmen die Möglichkeit geben, noch mehr in ihr Unternehmen zu investieren. Die Geschichte lehrt uns, dass sich eine Senkung ziemlich rasch rechnet. 2004/2005 hat Österreich die KÖSt schon einmal von 34 % auf 25 % gesenkt. Trotz des geringeren Satzes war das Aufkommen bereits im Jahr 2007 bereits über jenem von 2005. Eine weitere Senkung schafft also Raum für Wachstum und Innovation! Natürlich gibt es Unternehmen, die nicht von einer KÖSt-Senkung betroffen wären: Um hier für Fairness zu sorgen soll eine spürbare Senkung von Lohn- und Einkommensteuer greifen.

Anheben der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter

Die aktuelle Regelung ist aus einer vergangenen Zeit und muss rasch der Realität angepasst werden. Derzeit können 400 Euro für sofort abschreibbare Wirtschaftsgüter geltend gemacht werden. Allerdings besteht diese Grenze seit 1983 und wurde seitdem nie angepasst. Wenn wir diesen Zeitraum nachindexieren, würde dies eine Höhe von 1.500 Euro bedeuten. Diese Erhöhung würde  gerade für kleinere Unternehmen Investitionen attraktiver machen  – und eine zusätzliche Verwaltungsvereinfachung bedeuten. Gleichzeitig wäre diese Reform leicht umzusetzen und hätte einen sofortigen Effekt. Wir sind der Meinung, dass nach einer erfolgten Anhebung der Betrag laufend indexiert werden soll.

Wir fordern noch mehr

Wir setzen uns dafür ein, dass diese Forderungen für euch umgesetzt werden, denn die Zukunft der Wirtschaft ist unser Job! Wenn du neugierig bist, findest du hier die weiteren Forderungen, die wir vertreten.

Dein Gastbeitrag für den Blog!

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