Gastbeiträge

Verwandle Zitronen in Limonade: Die vier goldenen Homeoffice-Regeln

Die Coronakrise hat für viele Unternehmen zu einer Art Schockreaktion geführt. Wie soll mein Unternehmen nun weiter funktionieren? Wie kann man überhaupt zusammenarbeiten, wenn man nicht im selben Raum ist? Was soll ich jetzt überhaupt anbieten? Mit den folgenden Tipps fällt der Umstieg leichter und kann sich sogar zu einer positiven Gelegenheit entwickeln.

Von 27. März 2020 No Comments

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Hinterfrage den Status Quo!
Benötigst du wirklich ein Büro? Welche Abos sind noch notwendig? Was sind zukunftsträchtige Leistungen oder Produkte, die ich jetzt zusätzlich oder statt bisheriger anbieten kann? Homeoffice fordert außerdem die Vereinfachung von Prozessen und den Einsatz von Technologien um effizient umgesetzt zu werden. Spätestens jetzt solltest du, insofern es deine Branche erlaubt, auf cloud-basierte Programme umsteigen. Die gute Nachricht dabei ist, wenn du diese Infrastruktur einmal aufgebaut hast, dann muss man sich längere Zeit nicht mehr damit auseinandersetzen. Vielleicht lassen sich sogar manche deiner Arbeitsprozesse (teil-)automatisieren und du sparst langfristig Kosten und Nerven – vor allem bei monotonen Aufgaben.

Kommunikation ist das Herzstück: Halte die Motivation hoch!
Such aktiv nach dem Gespräch mit dem Team und anschließend auch mit deinen Kunden, vor allem als Dienstleistungsunternehmen im B2B-Bereich. Viele sind aktuell verunsichert und suchen den Austausch. Im Homeoffice vergisst man auch manchmal, dass es da draußen noch andere gibt. Daher solltest du deinem Team zu verstehen geben, dass sie aktiv miteinander kommunizieren sollen, täglich im dafür vordefinierten Kommunikationskanal einchecken – am besten mit den Dingen, an denen heute gearbeitet wird – und vorausschauender agieren müssen um den effizienten Projektverlauf nicht zu gefährden. Nur wer jetzt an einem Strang zieht, kann sicherstellen die Krise wirtschaftlich zu überleben oder sogar bestmöglich für sich als Hebel zu nutzen.

Flexible Systeme sind das A & O
Dein Unternehmen sollte eine Wissensdatenbank mit Checklisten, Vorlagen oder vordefinieren Arbeitsprozessen “(“Workflows”) aufbauen. Dadurch kann die Arbeitsqualität hochgehalten werden, egal wer den Job ausübt. Außerdem können Mitarbeiter besser ungehindert voneinander arbeiten und es werden wiederholte Fragen verringert. Somit führt dies zu einem geringeren Ressourcenaufwand für alle Beteiligten und Wissen geht mit dem womöglich Verlassen eines Mitarbeiters nicht mehr verloren.

Messbarkeit statt Kontrolle – Schenke Vertrauen!
Viele Fragen jetzt nach Kontrollmöglichkeiten von Mitarbeitern, da man nicht sicher sein kann, was dieser den ganzen Tag macht. Doch bevor du recherchierst ob Kameras aufstellen legal ist, solltest du weg vom Kontrolldenken hin zur Messbarkeit der Leistung. So können messbare Ziele wie zum Beispiel ein Blogbeitrag pro Woche, drei Anrufe oder vier Verkaufsabschlüsse pro Tag, für jeden Mitarbeiter festgelegt und auf seine Position zugeschnitten werden – alles weitere sind Zusatzaufgaben. Diese kann er dann ohne weitere Führung abarbeiten. Fragen dürfen natürlich trotzdem gestellt werden, jedoch erst nachdem sichergestellt wurde, dass die Antwort nicht in der Wissensdatenbank des Unternehmens zu finden ist. Die Führungskraft kann dadurch auch effizienter arbeiten, sogar asynchron! Natürlich kannst du ein Zeiterfassungstool einsetzen, um Angebote zukünftig besser berechnen zu können und zeitliche oder budgetäre Engpässe frühzeitig abzufangen.

Bettina Wittmann ist Gründerin der Digitalagentur weBOUND marketing und hat den Leitfaden “Plötzlich Homeoffice – Der Coronavirus Notfall Leitfaden für Arbeitgeber, Arbeitnehmer & Selbständig” verfasst, der Ihnen auf aktuell 27-Seiten Empfehlungen für eine effizientere Zusammenarbeit im Homeoffice bietet und dir kostenlos zur Verfügung steht. Sie können den Leitfaden kostenlos auf BettinaWittmann.com anfordern.

 

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